Schlagwort-Archive: Politik

Jeden Fan von Two and a Half Men interessiert, wie Ashton Kutcher sich wohl als Ersatz für Charlie Sheen macht, der vor wenigen Monaten aus der Serie flog, nachdem er die Produzenten der Serie wüst beschimpfte und zum xten Mal wegen Drogeneskapaden ins Rampenlicht geriet. Doch eine ganz andere Frage ist: Wie macht sich eigentlich Charlie Sheen als Ersatz für Michael J. Fox?

Die Antwort auf diese Frage ist natürlich schon einige Jahre alt, denn die liefert die Sitcom „Chaos City„, die übrigens nur in Deutschland so heißt, denn woanders kennt man sie unter dem Originaltitel „Spin City“ – die TV-Serie, die ich zuletzt komplett abgeschlossen habe. Möglicherweise traute man dem deutschen Publikum nicht zu, den Sinn des Namens zu erkennen, womit sie wohl recht hatten. Allerdings gibt die Serie schon einen kleinen Hinweis darauf: „Spin City“ soll nämlich sinngemäß bedeuten, dass man in dieser Stadt die Tatsachen ein wenig verdrehen muss, um in einem positiven Licht zu stehen. Im konkreten Fall geht es um die Regierung der Stadt New York.

Die Serie wurde von 1996-2002 produziert und umfasst ergo sechs Staffeln. Die ersten vier Staffeln spielt Marty McFly … pardon, Michael J. Fox die Hauptrolle des Mike Flaherty, dem zweiten Bürgermeister, danach wird er mit einem würdigen Abschied von Frauenheld Charlie Sheen abgelöst. Verlassen musste er die Serie aus gesundheitlichen Gründen, die aus seiner Parkinsonschen Krankheit resultieren, aber er blieb der Serie noch für einen kleinen Gastauftritt und als ausführender Produzent erhalten.

Die Nebencharaktere sind Paul, der leicht dümmliche Pressesprecher, Carter, der schwule Afroamerikaner, der für die Minderheiten der Stadt zuständig ist, Stuart (gespielt von Alan „Captain Harriman“ Ruck), der sexbesessene Perversling, der immer einen Machospruch auf Lager hat, und James, das Nesthäkchen aus Wisconsin. Nicht zu vergessen Nikki, die mit Mike eine kurze Beziehung hat, Janelle, die Sekretärin des Bürgermeisters, die wiederum mit diesem eine Beziehung hat, und last but not least, der Bürgermeister Randall Winston, der zwar ziemlich oft total neben der Spur ist und naive Entscheidungen trifft, die an Dummheit kaum zu übertreffen sind, aber im entscheidenden Moment zur Höchstform aufläuft und alle verblüfft. Daneben gab es z.B. noch eine Sekretärin, die von Jennifer Esposito gespielt wird, und diverse andere unwichtigere Rollen.

Charlie Sheen spielt – wie man es gewohnt ist – einen Mann namens Charlie (Crawford), denn so muss er nicht umdenken. Je länger man ihm zuschaut, desto mehr fällt einem auf, dass Charlie Sheen unter Umständen gar nicht schauspielert, sondern nur sich selbst in verschiedenen Situationen darstellt. Michael J. Fox spielt in der Serie schon jemanden, dem die Frauen alles andere als abgeneigt gegenüberstehen, aber Charlie als Womanizer treibt es wieder einmal auf die Spitze, wenn er reihenweise Frauen abschleppt und meistens nicht einmal weiß, wieso ihn jede ins Bett kriegen will.

Ab der vierten Staffel steigt Heather Locklear als Caitlin Moore in die Serie ein, um die festgefrorenen Strukturen umzugraben, neue Konflikte zu erzeugen und Mike Flaherty ordentlich den Kopf zu verdrehen. Als die feste Beziehung endlich kurz vor knapp steht, muss Mike gehen. Als Charlie Crawford in seine Fußstapfen tritt, wird relativ schnell klar, dass sich das nicht auf die berufliche Ebene beschränkt. Nachdem Mike den Weg freimacht und eine andere heiratet, steht Caitlin auf Charlies Abschussliste. Die Hauptsache ist, nichts geht verloren und alles wird geteilt.

Nach Mikes Abschied fehlen auch James, Nikki und Janelle in der fünften Staffel, deren Abwesenheit mir aber interessanterweise erst viele Folgen später aufgefallen ist. Die Serie fand ich sehr amüsant und ich könnte jetzt nicht einmal klar sagen, welcher der beiden Hauptdarsteller die bessere Arbeit gemacht hat. Wobei mir Michael J. Fox insgesamt jedoch sympathischer war, da er mehr Fehler hatte. Schön fand ich den Gastauftritt von Christopher Lloyd als ehemaligem Mentor von Mike Flaherty, als die beiden sich umarmen und einen witzigen doppeldeutigen Kommentar bezüglich der Vergangenheit und der Zukunft machen. Da musste ich als Fan wirklich lachen.

Angetrieben durch einen aktuellen Artikel auf Golem.de über die wiederaufgenommenen Pläne der CDU zur Internetzensur und einem entsprechenden Diskussionsfaden im Forum, dachte ich mir, ich könnte doch mal wieder nachschauen wie es mit meinem Wahl-O-Mat-Profil zu den anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg derzeit aussieht. Möglicherweise gab es ja seit der letzten Bundestagswahl einige Veränderungen in den Übereinstimmungen. Hier ist also das Ergebnis:

Eigentlich bin ich als zugegebenermaßen nur mäßig politisch interessierter Mensch ja tatsächlich jemand, der an diesen Wahl-O-Mat herangeht, ohne die Parteiprogramme der Parteien im Hinterkopf zu haben – aus dem schlichten Grund, dass ich die Parteiprogramme meistens im Detail gar nicht kenne. Sympathien oder Antipathien können also keine Rolle beim Ergebnis spielen. Der Vollständigkeit halber erwähne ich aber, dass ich die größte persönliche Abneigung gegen die CDU und die NPD hege, am meisten gefallen mir die Piraten und die Grünen.

Wundersamerweise kommt nun exakt jenes Ergebnis heraus. Es hat sich also nichts geändert. Die Pläne der CDU entsprechen meinen politischen Vorstellungen wieder einmal am allerwenigsten. Und nun wollen sie erneut die Netzsperren in Deutschland durchsetzen, am besten beginnend ab morgen, anstatt Guttenberg in hohem Bogen aus dem Amt zu werfen, so wie ich das noch in dem Moment getan hätte, in dem sich die (selbstverständlich abstrusen) Plagiatsvorwürfe als wahr herausgestellt hatten. Aber die vielen CDU-Wähler werden auch das ihrer Lieblingspartei sicher schnell verziehen haben. Dann kann ja endlich wieder alles beim Alten bleiben.

Bevor ich jetzt zu weit aushole, möchte ich das Thema vorerst mit einem gern genannten Politik-Zitat abschließen: „Wenn Wahlen etwas ändern würden, dann wären sie längst verboten!“.


Ab sofort ist Success Denied offiziell nur noch für Erwachsene ab 18 Jahren freigegeben. Warum ist das so? Da gibt es zwei Gründe, die ich nennen möchte.

1. Jugendliche unter 18 Jahren können mit dem Zeug ohnehin nichts anfangen, das ich hier so poste. Viel zu oft schreibe ich über Dinge, die sich auf meine Jugend oder Kindheit beziehen, also eine Zeit, als heutige Jugendliche noch nicht auf der Welt waren oder ihre erste Windel vollgemacht haben. Außerdem bin ich mir noch gar nicht sicher ob ich wirklich damit einverstanden bin, dass heute jedes Kind seinen Senf im Internet posten darf.

2. Ab dem 1. Januar 2011 tritt ein neues Gesetz in Kraft, das die Anbieter von Webinhalten aus Deutschland dazu mehr oder weniger verpflichtet, ihr Angebot auf Jugendgefährdung hin zu überprüfen und mit einer Alterskennzeichnung, ähnlich denen auf DVDs und Blu-rays, zu versehen. Wie das ganze im Detail aussehen soll, ist noch nicht fix, aber es ist leider beschlossene Sache. Da ich weder garantieren kann noch will, dass alle meine Inhalte für Kinder und Jugendliche geeignet sind, bleibt nichts anderes als diese auszuschließen.

Das Internet muss offenbar noch kuscheliger werden. Das denkt jedenfalls unsere derzeitige Regierung (die ich nicht gewählt habe!) unter der Führung von Frau Merkel. Wieder einmal meinen weltfremde Politiker, sie müssten uns etwas Gutes tun, indem sie das Internet einmal mehr zu regulieren versuchen. Welchen Schaden sie damit eigentlich anrichten, scheint ihnen entweder absolut unbewusst oder völlig egal zu sein. Macht auch nichts, sie verstehen schließlich nichts davon und müssen sich damit auch nicht befassen. Hauptsache ihre E-Mails kommen problemlos an.

Der Jugendschutz ist ja wirklich mein Lieblingsthema in Deutschland. Im Sinne des Jugendschutzes scheint man sich alles erlauben zu können. Nachdem es (glücklicherweise) noch nicht gelungen ist, eine Internetzensur in Deutschland einzuführen (für die ich Frau von der Leyen heute noch gerne eine reintreten würde), wird jetzt eine neue Strategie gewählt: Wir kennzeichnen alle deutschen Webseiten mit lustigen FSK-Logos und schon können wir die Kinder unbesorgt vor den Rechner setzen. Den Rest macht die Software. Die erkennt dann schon, welche Webseiten sich für den Sprössling eignen. Betreiber ungekennzeichneter Webseiten werden entweder solange abgemahnt bis sie sich den Hoster nicht mehr leisten können, oder wir sperren solche Seiten einfach prinzipiell aus. Webseiten aus dem Ausland will bestimmt sowieso keiner sehen.

Wenn es um das Internet geht, sind deutsche Politiker – allen voran die der christlichen Union – beinahe genauso bewandert wie Schafe. Sie unterliegen der Illusion, man könne im Internet Sendezeiten einführen (Zitat: „Nutzung von Sendezeitbegrenzungen“), so als gäbe es das Internet nur in Deutschland. Was Zeitzonen sind, hat den Damen und Herren niemand erklären wollen. Aber führen wir den Gedankengang trotz aller Absurdität mal zuende: Pornoseiten wie „Youporn“ sind nur noch ab 23 Uhr zu erreichen, bis etwa 5 Uhr morgens, danach beginnt das Kinderprogramm im Internet bis etwa 10 Uhr. Um 13 Uhr sind die ganzen Diskussionsforen erreichbar, wo über Probleme des Alltags gestritten und „geflamed“ werden kann. Webshops haben in dieser Welt plötzlich Öffnungszeiten. Bei eBay werden um 20 Uhr die Jalousien heruntergelassen. Sonntags ist grundsätzlich geschlossen.

Man sieht schon, das ganze macht ja herrlich viel Sinn. Was meinen diese Politiker eigentlich, an einem Massenmedium wie dem Internet nach so vielen Jahren nachträglich herumpfuschen zu können? Bitte kümmert euch um euren Scheiß, davon habt ihr vielleicht mehr Ahnung. Achtet lieber darauf, dass eure Kinder zur Schule gehen und nicht im WoW-Sumpf verschwinden. Meine Meinung.